Eine Wohltat im Winter, aber auch sinnvoll im Sommer: Die Sauna. Wir stellen Ihnen hier die verschiedenen Saunatypen und die wichtigsten Regeln vor.
Die Vorteile der Sauna:
- der Saunabesuch regt den Kreislauf an und stärkt das Immunsystem.
- die Muskulatur entspannt
- der Stoffwechsel wird angeregt
- die Bronchien werden erweitert
- Haut und Körper werden gereinigt
- man fühlt sich insgesamt entspannt und leistungsfähiger
Die Saunaarten
1. Die finnische Sauna
In Deutschland am weitesten verbreitet. Sie besteht aus Holzwänden und einer Holzdecke (meist Fichte). Die Saunabänke sind ebenfalls aus Holz. Beheizt wird dieser Saunatyp mit einem Steinofen, der eine Hitze zwischen 80 und 95 Grad Celsius entwickelt.
Die Luftfeuchtigkeit liegt in der finnischen Sauna bei nur 5 bis 20 %, wobei Aufgüsse mit ätherischen Ölen die Luftfeuchtigkeit temporär steigern.
2. Das Dampfbad
In Hotels und Fitness-Studios existiert neben der finnischen Sauna oft noch ein Dampfbad. Gerade bei Atemwegs- und Hautproblemen ist diese Saunaart zu empfehlen.
Die Temperatur beträgt hier nur zwischen 40 und 55 Grad Celsius. Dabei ist die Luftfeuchtigkeit zwichen 80 und 100 %. Man spricht von übersättigtem Wasserdampf.
Das Dampfbad besteht meist aus einer Kunststoffkabine oder aus einem mit Fliesen ausgekleideten Raum. Der Dampf wird über einen speziellen Dampfkessel erzeugt.
3. Das römische Bad
Schon die alten Römer erfreuten sich am Saunieren. Diese alte Form der Sauna ist wieder im Kommen und findet sich in vielen Wellness-Tempeln.
Man unterscheidet drei unterschiedlich heiße Räume: das Tepidarium (ca. 30 Grad), das Caldarium (ca. 40 Grad) und das Lanconicum (ca. 50- 60 Grad). Wobei im Caldarium die Luftfeuchtigkeit am höchsten ist.
Die Saunaregeln
- Gehen Sie niemals mit zu vollem Magen, aber auch nie hungrig in die Sauna.
- Duschen Sie vor der Sauna.
- Gehen Sie immer abgetrocknet in die Sauna.
- Tragen Sie in der Sauna keine Badebekleidung oder sonstige Kleidung.
- Legen Sie stets ein Handtuch unter, damit der Schweiß nicht auf die Saunabank laufen kann.
- Machen Sie zwei bis drei Saunagänge mindestens 8 und maximal 15 Minuten.
- Gehen Sie nicht öfter als zwei Mal pro Woche in die Sauna. Zu häufige Saunabesuche sind schädlich für den Kreislauf.
1. Saunagang:
Gerade als Anfänger sollten Sie sich zunächst auf der unteren Bank an die Hitze gewöhnen. Legen Sie sich entspannt hin oder sitzen Sie entspannt. Reden Sie möglichst wenig. Kratzen Sie sich nicht zu viel.
Der durchschnittliche Saunagang dauert 12 Minuten. Setzen Sie sich ca. 2 Minuten vor Verlassen der Sauna aufrecht hin, damit der Kreislauf in Schwung kommt.
Abkühlung:
Kühlen Sie zunächst die Atemwege an der frischen Luft. Bevor Sie zu frösteln anfangen, duschen Sie kalt. Dabei beginnen Sie mit den Armen und Beinen und arbeiten sich langsam zum Herzen hin. Anschließend können Sie noch ein Tauchbad nehmen.
Wickeln Sie sich gut in Handtücher oder einen flauschigen Bademantel ein und ruhen Sie mindestens 20 Minuten.
2. Saunagang
Der zweite Saunagang verläuft analog zum ersten. Ggf. kann ein Aufguß mit ätherischen Ölen am Ende des Saunaganges erfolgen.
Abkühlung:
Die Abkühlung erfolgt wie nach dem ersten Gang. Ggf. können Sie sich in der Ruhephase massieren lassen oder sonnen sich auf einer Sonnenbank. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Haut nach der Sauna viel empfindlicher für Sonneneinstrahlung ist und ein Sonnenbrand wahrscheinlicher wird.
Ruhen Sie wieder mindestens 20 Minuten.
3. Saunagang
Erfahrene Saunagänger genießen noch einen dritten Saunagang mit anschließender Abkühlungsphase.
Zwischen den Saunagängen sollte nicht getrunken werden. Nach der Sauna trinken Sie Mineralwasser, Saftschorle oder Säfte. Verzichten Sie auf Alkohol, Kaffee oder Cola.
Achten Sie stets auf warme Füsse!